Die Geschichte des Obedience-Sports

Die erste Obedience Prüfung wurde am 22. Oktober 1949 in London durchgeführt und im Jahre 1951 auf der internationalen Hundeausstellung „Crufts“ einem breiten Publikum vorgestellt. Seit dem Jahr 1955 werden in England regelmäßig die nationalen Obedience-Meisterschaften auf der „Crufts“ ausgetragen. Schon bald danach entstand das 1. FCI Obedience Regelwerk und im Jahre 1989 wurde in Kopenhagen die erste Obedience Weltmeisterschaft organisiert.

Erst im Jahre 2001 wurde ein Versuch mit einem „Pilotprojekt Obedience“ in Deutschland gestartet, allerdings mit einem veralteten holländischen Regel-werk. Am 1. April 2002 trat das erste deutsche Regelwerk in Kraft, das von Uwe Wehner ausgearbeitet wurde. Im selben Jahr startete die erste deutsche Nationalmannschaft, die aus 4 Teams und einem Mannschafts-führer bestand, auf der Obedience Weltmeisterschaft in Amsterdam.

Was ist Obedience

Obedience gibt Hundesportlern aller Rassen die Möglichkeit, ihre Vierbeiner sinnvoll zu beschäftigen. Sieht man die Spitzenteams dieser Sportart, wird klar, dass diese faszinierenden Leistungen nur durch regelmäßiges und gutes Training möglich werden. Die Arbeitsfreude der Hunde muss dabei an erster Stelle stehen.

Die Aufgabenstellungen in den 4 Leistungsklassen sind sehr vielseitig und bereits in der Beginner Klasse ist ein kontrolliertes, freudiges Arbeiten Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme an den angebotenen Wettkämpfen. Der Schwierigkeitsgrad der Übungen nimmt innerhalb der Leistungsklassen zu, wobei in der höchsten Leistungsklasse, der Klasse 3, Landes- Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt werden.

Neben der Basisausbildung, dem Ausführen der unterschiedlichen Kommandos, die über Stimme und/oder Sichtzeichen gegeben werden, wird ein kontrolliertes Verhalten des Hundes auf Distanz verlangt. So muss der Hund aus Entfernung Sitz-, Steh- und Platzkommandos ausführen, Richtungsänderungen auf Anweisung annehmen, aus 3 ausgelegten Apportiergegenständen das ihm angezeigte apportieren und weitere sehr interessante Aufgabenstellungen meistern.

Das Erarbeiten der Aufgabenstellungen mit einem motivierten, freudig arbeitenden Hund sollte als Zielsetzung für den Hundeführer im Vordergrund stehen. Wer gerne an Details arbeitet, Spaß an der kontinuierlichen Arbeit mit seinem Hund hat und die nötige Geduld für den Aufbau der einzelnen Elemente dieses Sports aufbringt, wird sich im Obedience wohl fühlen.

In unserem Verband werden jährlich mehr als 130 Wettkämpfe organisiert und ausgetragen. Die Spitzenveranstaltung „Bundessieger-/Bundesjugendsiegerprüfung“ wird jährlich in regional unterschiedlichen Wettkampfstätten durchgeführt und führt die besten Teams unseres Verbandes in den Leistungsklassen 1 bis 3 zusammen.