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Bericht zur Landesmeisterschaft Obedience 2011

Am 15.05.2011 hat der HSV Neukirchen-Klingerhuf e.V. die erste Landesmeisterschaft Obedience des Landesverbandes Niederrhein ausgerichtet. Damit konnten die Landesmeister in der Klassen Beginner, Klasse 1 und Klasse 2 ermittelt werden. Insgesamt traten 21 Teams zur Obedience-Prüfung an, wobei 7 Starter sich vorab für die Landesmeisterschaft qualifiziert hatten und in den Klassen Beginner bis Klasse 2 um den Landesmeistertitel kämpften. Einiges entschied sich schon in den Gruppenübungen zu Anfang der Prüfung, in denen schon erstaunlich viele Teams Punkte verloren, die am Ende fehlten.

Melanie Unterberg mit BragIn der Klasse "Beginner" wurde Melanie Unterberg mit Malinois "Brag" mit 298 Punkten Landesmeister und erreichte damit auch die Höchstpunktzahl des Turniers. Den zweiten Platz erzielte Ute Miller mit Diablo. Landesmeister in Klasse 1 wurde Melanie Herrnberger mit Golden Retriever "Lea", ihr folgten Helma Spona mit "Lexa vom Rheurdter Land" und Heli Bordin mit Schäferhündin "Anka" auf Platz 2 und 3. In Klasse 2 wurde Marion Gärtner mit Usher v.d. Vastenow mit einem Punkt Vorsprung Landesmeister vor Helma Spona mit Lion.

Die Ergebnisse im Überblick

Ergebnisse Beginner-Klasse (Stand: 15.05.2011)

Platzierung

Name des Hundeführers
Name des Hundes
Mitgliedsverein
Beginner O1 O2 O3
1 Melanie Unterberg
Brag
HSV Neukirchen-Klingerhuf
298,5      
2 Ute Miller
Diablo
HSV Neukirchen-Klingerhuf
211,5 G      
Ergebnisse Klasse 1 (Stand: 15.05.2011)

Platzierung

Name des Hundeführers
Name des Hundes
Mitgliedsverein
Beginner O1 O2 O3
1 Melanie Herrnberger
Lea
HSV Neukirchen-Klingerhuf
  252,5 SG    
2 Helma Spona
Lexa v. Rheurdter Land
HSV Neukirchen-Klingerhuf
  247 SG    
3 Helene Bordin
Anka
HSV Neukirchen-Klingerhuf
  229 SG    
Ergebnisse Klasse 2 (Stand: 15.05.2011)

Platzierung
Gesamt-
wertung

Name des Hundeführers
Name des Hundes
Mitgliedsverein
Beginner O1 O2 O3
1 Marion Gärtner
Usher v.d. Vastenow
HSV Neukirchen-Klingerhuf
    210 G  
2 Helma Spona
Lion
HSV Neukirchen-Klingerhuf
    209 G  

Das Turnier war aber nicht nur das erste Obedience-Turnier im Landesverband Niederrhein und die erste Landesmeisterschaft des Landesverbandes, sondern gleichzeitig, das Obedience-Leistungsrichter-Debüt von Beate Faust, die selbst den Teams, die ihr Ziel nicht erreichen oder ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllen konnten, mit viel Humor ihre Bewertung nahe gebracht hat. Nicht zuletzt war das sicherlich ein Grund dafür, dass trotz des teils mäßigen Wetters den ganzen Tag über gute Laune bei allen Beteiligten vorherrschte. Für ein anspruchsvolles Niveau der Veranstaltung hat Ringsteward Ingrid Ziemes vom HSC Kempen gesorgt, die ein Laufschema ausgearbeitet hatte, das durchaus Landesmeisterschafts-Niveau hatte. Das ermöglichte aber auch eine eindeutige Ermittlung der Sieger in den einzelnen Klassen, die mit Ausnahme der Klasse 2 doch einen deutlichen Punktvorsprung vor den weiteren Platzierten hatten. Daher ist davon auszugehen, dass tatsächlich die besten Teams auf den ersten Plätzen liegen und nicht die, mit dem meisten Glück am Prüfungstag.

Das Leistungsniveau der Teilnehmer war insgesamt recht gut. Nur vier Hunde, alles Starter des offenen Turniers haben nicht bestanden. Alle anderen konnten mehr oder weniger gut ihr gestecktes Ziel erreichen. Auffällig war aber, dass es sehr wenig "vorzügliche" Prüfungsergebnisse gab und alle ausschließlich in der Beginner-Klasse. Sieht man dazu aber die geringe Durchfallquote, muss man zu dem Schluss kommen, dass wohl so einige Hunde und Hundeführer nicht ihr Leistungsoptimum gezeigt haben.

Interessant war die Prüfung vor allem durch die bunte Mischung von Hunderassen. Insgesamt traten 2 Dobermänner, 3 Malinois, 2 Schäferhunde, 1 Holl. Herder, 3 Retriever, 2 Kurzhaar-Collies, 2 Australien Shepards, 1 Kelpie und drei Mischlinge an. Insbesondere bei den Mischlingen hat sich gezeigt, dass Obedience die perfekte Sportart für Hunde ist, für die viele andere Hundesportarten leider nicht in Frage kommen. Diablo, ein Bordeaux-Doggen-Ridgeback-Mix, hat eindeutig bewiesen, dass es zwar dauern kann, bis sich 65 kg Kampfgewicht in Bewegung setzen, aber einmal in Bewegung kann auch ein solcher Hund die geforderten Übungen problemlos bewältigen und das nicht schlechter als ein Dobermann oder ein Malinois.

Insgesamt war die Veranstaltung durchaus ein guter Start sowohl für den ausrichtenden Verein, wie auch für den Landesverband. Im nächsten Jahr wird sich auch die Teilnehmerzahl noch deutlich erhöhen und alle Klassen werden auf der Landesmeisterschaft vertreten sein.

Ausblick auf die Bundessiegerprüfung

Melanie Herrnberger mit Lea konnten sich über den Landesmeistertitel die Teilnahme an der Bundessiegerprüfung Anfang Juli in Klasse 1 sichern. Beide hatten schon im Vorfeld die dazu notwendigen zwei "Vorzüglichen" Prüfungsergebnisse. Weiterhin haben Helma Spona mit Lexa vom Rheurdter Land und Heike Viswat mit Berry in Klasse 1 gute Chancen sich über das Leistunsgprinzip für die Bundessiegerprüfung zu qualifizieren. In Klasse 2 erfüllt Helma Spona mit Lion die Qualifikationsbedingungen und kann sich höchstwahrscheinlich über das Leistungsprinzip einen Startplatz sichern. Als Landesmeisterin in Klasse 2, benötigt Marion Gärtner mit Usher noch ein "Vorzüglich" und hat dann ebenfalls einen Startplatz sicher.

Aller Vorraussicht nach, werden dann wohl 3 bis 4 Teilnehmer den Landesverband in den Klassen 1 und 2 auf der Bundessiegerprüfung vertreten.

Helma Spona, OfO/OfÖ

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